Smart Meter E-Auto

E-Auto am günstigsten laden: Wie ein Smart Meter beim Sparen hilft

Wer sich ein E-Auto kauft, muss sich zwangsläufig auch damit beschäftigen, wo und wie er dieses lädt. Welche Rolle Smart Meter beim günstigsten Laden spielen und welche Optionen es gibt, lesen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Bereits vor dem Kauf eines E-Autos sollten Verbraucher sich darüber informieren, welche Lademöglichkeiten es für dieses gibt.

Wo kann man sein E-Auto laden?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein E-Auto zu laden: zu Hause oder unterwegs. Wer viel unterwegs ist, kommt oft nicht darum herum, das Fahrzeug an öffentlichen Ladesäulen aufzuladen. Deutschlandweit stehen laut Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 1. März 2026) insgesamt 147.935 Normalladepunkte sowie 50.449 Schnellladepunkte zur Verfügung.

Wem gehören die öffentlichen Ladesäulen?

Öffentliche Ladesäulen werden von verschiedenen Anbietern betrieben. Häufig sind es kommunale Versorger wie Stadtwerke, die Ladepunkte errichten und dort Strom anbieten. Darüber hinaus gehören viele Ladesäulen großen Energieunternehmen wie EnBW, E.ON oder EWE.

Während einige dieser Anbieter bundesweit aktiv sind, konzentrieren sich Stadtwerke meist auf ihre jeweilige Region. Inzwischen haben sich außerdem spezialisierte Anbieter etabliert, die gezielt Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen und betreiben.

Zudem finden sich immer häufiger öffentlich zugängliche Ladesäulen auf Parkplätzen von Supermärkten, Restaurants oder ähnlichen Einrichtungen.

Welche Unterschiede gibt es bei öffentlichen Ladesäulen?

Ladesäule ist nicht gleich Ladesäule. Es gibt teils deutliche Unterschiede – insbesondere bei der Bedienung und Bezahlung. Während für einige Ladesäulen zwingend eine sogenannte Ladekarte erforderlich ist, lassen sich andere nur über die App des jeweiligen Anbieters nutzen.

Auch bei der Bezahlung existieren verschiedene Modelle: Je nach Anbieter erfolgt diese direkt über die Ladekarte oder App, per EC- bzw. Kreditkarte vor Ort oder gesammelt per Monatsrechnung.

Wie hoch die Kosten an einer Ladesäule sind, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Gibt es eine Grundgebühr? Wenn ja, wie hoch ist sie?
  • Fallen zusätzliche Kosten nach einer bestimmten Standzeit an?
  • Handelt es sich um eine AC-, DC- oder Hochleistungs-Ladesäule?
  • Besteht ein Vertrag mit oder ein Abo bei dem Anbieter der Ladesäule?
  • Welche Rolle spielen Tageszeit und Standort?
  • Gibt es variable Tarife wie Spitzen- und Nebentarife oder dynamische Preise (z. B. im Schnellladenetzwerk von Shell Recharge, bei dem die Preise seit Juni 2025 in der App einsehbar sind)?

In der Regel lädt man am günstigsten, wenn man einen festen Vertrag mit einem Anbieter abschließt. Dadurch profitiert man von einheitlichen Konditionen innerhalb des jeweiligen Netzwerks.

Wichtig ist dabei, die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen:

  • Nutzt man überwiegend AC- oder DC-Ladesäulen?
  • Wie viele Kilometer fährt man pro Jahr?
  • Wie hoch ist der Energieverbrauch des E-Autos und welcher Anteil davon entfällt auf öffentliche Ladesäulen?
  • Welche Anbieter und Ladesäulen sind in der eigenen Umgebung und deutschlandweit verfügbar?

Der ADAC empfiehlt insbesondere Vielfahrern, die regelmäßig längere und überregionale Strecken zurücklegen, einen Vertrag mit einem oder mehreren Elektromobilitätsanbietern abzuschließen. So ist man für unterschiedliche Ladesituationen gut gerüstet.

Preislicher Vergleich: Öffentliche Ladesäulen vs. eigene Wallbox

Grundsätzlich zahlen E-Auto-Fahrer an öffentlichen Ladesäulen mit App oder Ladekarte bzw. im Rahmen eines Vertrags häufig zwischen 0,22 und 0,50 € pro kWh. Das vertragslose sogenannte Ad-hoc-Laden ist in der Regel deutlich teurer: Hier liegen die Preise durchschnittlich zwischen 0,60 und 0,79 € pro kWh.

Wer sein Auto hingegen zu Hause mit einem speziellen Autostromtarif lädt, kommt oft auf Kosten von unter 0,30 € pro kWh. Der Preisunterschied beträgt damit beim öffentlichen Laden häufig rund 20 bis 30 Cent pro kWh.

Wie kann man besonders günstig tanken?

Wie der Preisvergleich zeigt, ist das Laden an öffentlichen Ladesäulen in der Regel teurer als das Laden zu Hause an der eigenen Wallbox. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage besitzt, kann den selbst erzeugten Strom optimal für das E-Auto nutzen. Gegebenenfalls lohnt sich auch die Anschaffung eines Batteriespeichers, um beispielsweise den mittags erzeugten Solarstrom am Abend – etwa nach der Arbeit – zum Laden zu verwenden.

Auch bei der Wahl der Wallbox sollte man sich Zeit nehmen, da sich die Modelle in Ladeleistung, Ausstattung und Konnektivität unterscheiden.

Darüber hinaus kann sich ein spezieller Autostromtarif oder ein dynamischer Stromtarif in Kombination mit einem Energiemanagementsystem lohnen. Damit lässt sich beispielsweise festlegen, bei welchen Preissignalen das Fahrzeug geladen werden soll und bis wann es vollständig geladen sein muss. Gerade bei dynamischen Tarifen empfiehlt sich ein sorgfältiger Vergleich der Anbieter und Preise. Mehr dazu lesen Sie auch hier: https://www.inexogy.com/blog/autostromtarife/.

Zudem gelten Wallboxen, die nach dem 1. Januar 2024 in Betrieb genommen wurden, als steuerbare Verbrauchseinrichtungen im Sinne des § 14a EnWG. Dadurch können Nutzer von reduzierten Netzentgelten profitieren. Mehr dazu lesen Sie hier: https://www.inexogy.com/blog/reduzierte-netzentgelte/.

Wichtige Voraussetzung für die Nutzung dynamischer Stromtarife, der automatischen Ladesteuerung von E-Autos mithilfe eines Energiemanagementsystems sowie für die Abrechnung der reduzierten Netzentgelte nach § 14a EnWG: ein Smart Meter.

Wer noch keinen Smart Meter hat, kann diesen einfach unter shop.inexogy.com bestellen. Innerhalb von 10-12 Wochen wird dieser dann installiert und als inexogy-Kunde erhalten Sie Zugriff auf ein Energieportal, bei dem Sie Ihren Energieverbrauch- sowie gegebenenfalls die Einspeisung transparent einsehen können. Für Kunden mit dynamischem Stromtarif ist die Marktpreisansicht besonders hilfreich ist, um Ladezeiten gezielt in günstige Zeitfenster zu legen.

Fazit

Am günstigsten lädt man sein E-Auto in der Regel mit einer eigenen PV-Anlage, einem Smart Meter, einer Wallbox sowie einem passenden Ladestromtarif. Dennoch sind öffentliche Ladesäulen in bestimmten Situationen unverzichtbar – etwa, wenn kein eigener Stellplatz vorhanden ist oder regelmäßig lange Strecken zurückgelegt werden.

In solchen Fällen kann es sich lohnen, ein Abo bzw. einen Vertrag mit einem Elektromobilitätsanbieter abzuschließen. Online stehen zudem verschiedene Vergleichsportale zur Verfügung, mit denen sich der passende Anbieter für die eigenen Bedürfnisse finden lässt.

Quellen

Autor: Evelyn Isaak

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