Die neuen EU-Energieeffizienzklassen für Elektrogeräte: Alle Neuerungen auf einen Blick

Eigentlich zur schnellen Übersicht und Einordnung für Verbraucher entwickelt, haben sich die farbigen Energieklassen über die Zeit hinweg zu einem kleinen Durcheinander entwickelt. Denn nur den wenigsten Verbrauchern ist ohne Recherche noch klar, wie sich Effizienzklasse A++ von dem einfachen A+ oder einem B unterscheidet. Das soll mit einer Überarbeitung ab diesen März anders werden und Käufern die qualifizierte Entscheidungsfindung wieder möglich machen.
Variable tarife
So werden die bisherigen Effizienzklassen angepasst. Bildquelle: Deutschland macht´s effizient

Zunächst gilt die Umstellung für Spül- und Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte sowie für Fernsehapparate und Monitore. Ab September beginnt die Umstellung außerdem für Lichtquellen. Weitere Produktgruppen werden nach und nach angepasst, so dass bis 2030 alle Produktgruppen auf das neue EU-Energielabel umgestellt sein sollen.

Ab dem 1. März gilt für die erste Gruppe von Geräten die neuen EU-Energieeffizienzklasse. Demnach werden die bekannten Kategorien „A+++, A++ und A+ abgeschafft, um mehr Transparenz für den Verbraucher zu schaffen.

Raus aus dem A+++ Dschungel

Für die Umstellung gibt es mehrere Gründe. Einerseits war für viele Verbraucher nicht ersichtlich, wie groß der Unterschied zwischen Geräten der Kategorie A sein könnte. Dabei ist das Energieeinsparpotenziell zwischen A+++ und A++ genauso so groß wie zwischen A+ und B. Andererseits gab es mittlerweile in Europa kaum noch Geräte, die schlechter als A eingestuft waren. So gab es etwa auf dem deutschen Markt keine Kühlschränke und Waschmaschine mehr, die schlechter als A+ abgeschnitten hätte.

Was ändert sich konkret?

Die Plus-Klassen A+ bis A+++ entfallen, so dass die Spannbreite der Energielabels wieder von A bis G reicht. Die bekannte farbige Effizienzskala bleibt erhalten. Sie reicht weiter von Dunkelgrün für effizient bis zu Rot für Ineffizient.

Zudem kommen neue Symbole, sogenannte Piktogramme, für die neuen Labels dazu. Diese bieten den Verbrauchern Zusatzinformationen zu spezifischen Produkteigenschaften wie Fassungsvolumen, Bildschirmdiagonale, Lautstärke oder dem Wasserverbrauch.

Veränderte Berechnungsmethode

Aktualisiert wurde auch die Berechnungsmethode für die Einteilung in Effizienzklassen, so dass aufgrund der neuen Klasseneinteilung die alten und neuen Energieeffizienzklassen nicht direkt miteinander verglichen werden können.

Das führt dazu, so die Angabe des deutschen Verbraucherverbands VZBV, dass sich einige Geräte aus der bisherigen Kategorie A+++ künftig unter der Kategorie C wiederfinden werden. Die meisten werden voraussichtlich im Bereich „D“ klassifiziert werden, einige Geräte sogar nur unter „E“. Die oberste Produktkategorie „A“ soll deshalb zur Ersteinführung leer bleiben. So wird für Hersteller ein Anreiz geschaffen, künftige Geräte noch effizienter und damit umweltschonender zu produzieren.

Effiziente Geräte, ein bewusster Umgang mit Energie (Tipps zum Energiesparen) und ein Smart Meter zur Visualisierung des Verbrauchs: So wird den steigenden Energiekosten in den eigenen vier Wänden ein wirksamer Riegel vorgeschoben.

Autor: Pablo Santiago

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