Claus Schiffler, Unternehmer: „Die Sanierung mit Mieterstrom im Bestand ist eine Win-Win-Situation für Mieter und Vermieter“

Mieterstrom im Bestand

Ein Immobilienportfolio in Aachen, bestehend aus Häusern aus den 60er und 70er Jahren, soll energetisch saniert werden. Die Entscheidung fiel auf die Realisierung von Mieterstrom mit Discovergy. Unternehmer Claus Schiffler und Miteigentümer vom Schneidemaschinenspezialisten Fecken-Kirfel erklärt, warum Mieterstrom eine hervorragende Option für die Sanierung im Bestand ist, und wie davon Mieter und Vermieter gleichermaßen profitieren.

Immobilieninvestments nach ESG-Kriterien: Warum Mieterstrom zunehmend an Bedeutung gewinnt

ESG-Kriterien in der Immobilienwirtschaft

Angesichts des Klimawandels und des damit verbundenen Transformationsdrucks sind Immobilien als langfristige Anlageklasse in besonderem Maße dem Risiko hoher Vermögensverluste ausgesetzt – und drohen zu Stranded Assets zu werden. Dieser Gefahr kann im Immobiliensektor durch eine ausgewogene ESG-Strategie begegnet werden, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte berücksichtigt. Mieterstrom spielt dabei eine wichtige Rolle und gilt als wertstabilisierender Faktor.

Mieterstromzuschlag: Gesetzliche Anforderungen an die Förderung von Mieterstrom

Anforderungen an dem Mieterstromzuschlag

Auf dem Weg zu einer klimaverträglichen Energieversorgung nimmt Mieterstrom eine immer wichtigere Rolle ein. Neben zahlreichen Gesetzesänderungen, die die Umsetzung in den letzten Jahren deutlich erleichtert haben, bleibt der Mieterstromzuschlag einer der greifbarsten Vorteile, der sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom-Projekten auswirkt. Im Gegenzug sind jedoch einige rechtliche Anforderungen zu beachten, die wir in diesem Beitrag für Sie zusammengestellt haben.

Mieterstrom und Quartierskonzepte: Das Stabilisierungs-Potenzial von Vor-Ort-Systemen

Das Stabilisierungs-Potenzial von Microgrids

Eine Kurzstudie des Fraunhofer-Clusters Integrierte Energiesysteme (Cines) belegt, wie sich der Zusammenschluss mehrerer Mieterstrom-Gebäude auf Quartiersebene entlastend für das vorgelagerte Energiesystem auswirkt und dadurch die energiebedingten CO2-Emissionen im Bilanzraum des Quartiers signifikant reduziert werden. Im untersuchten Beispiel konnte der Eigenverbrauch um 18 % gesteigert werden; durch Hinzunahme eines elektrischen Quartiersspeichers nahm der gemeinschaftliche Eigenverbrauch um weitere 15 % zu. Werden Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen hinzugezogen und deren Flexibilität gesteuert eingesetzt, kann die Energiebilanz von städtischen Räumen weiter verbessert werden.

Der Wärmepumpe-Durchbruch und die Rolle von Smart Metern

Wärmepumpen und Smart Meter

Um Klimaneutralität im Gebäudesektor zu erreichen, braucht es die Wärmewende. Eine weitere gesetzliche Anforderung soll nun den Wandel beschleunigen: Neue Heizungsanlagen dürften ab dem 01.01.2024 nur mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Von Smart Metern angesteuerte Wärmepumpen rücken deshalb in den Mittelpunkt: Sie können Energie in wind- und sonnenreichen Zeitfenstern in Form von thermischer Energie im Puffer- oder Brauchwasserspeicher des Heizungssystems speichern und diese nachts oder bei “Dunkelflauten” bereitstellen.